Home Der Verein Tradition Sportbereich Jugend Fotoalbum Gästebuch Archiv Links Kontakt Impressum Chronik des SV 1910 Im geruhsamen Jahr 1910 fanden sich in der Gaststätte Altenberger Hof einige junge Männer zu einem Raucherclub zusammen. Die Mitglieder des Raucher- clubs trafen sich jedem Samstag Abend zu einem Wettrauchen aus langen Tonpfeifen. Mit der Zeit bot dieser Sport den jungen Männern jedoch nicht mehr genügend Unterhaltung und man ging dazu über, im Vereinszimmer mit Luftgewehren ein Bolzen - Wettschießen zu veranstalten. Der Schießsport fand bei den Rauchern so großen Anklang, dass sie den Raucherclub im November 1910 in einen Schießverein umbenannten. Die 11 Gründer des Vereins waren: Heinrich Albertz, Johann Gleß, Gerhard Herweg, Peter Luderich, Peter Müller, Fritz Odendahl, Wilhelm Ruthenbeck, Anton Schäfers, Peter Schallenberg, Johann Schorn und Josef Stelzmann. In Verbindung mit einer Karnevalsveranstaltung wurde bereits 1911 das erste öffentliche Preisschießen veranstaltet. Als Preise waren 10 Taschenuhren ausgesetzt. Das beweist, dass unsere Vereinsväter auch schon Mut zum Risiko hatten. Der Verein gewann immer mehr Zuspruch. Die rege Beteiligung führte zum Bau eines vereinseigenen Schießstandes. 1912 wurde das erste Königsschießen ausgetragen. Erster Schützenkönig wurde Franz Luderich. Seit dieser Zeit wurde mit Kaliber 16 auf einem Hochstand geschossen. Die aufblühende Vereinstätigkeit wurde durch den 1. Weltkrieg jäh unterbrochen. Acht Mitglieder kehrten aus dem Krieg nicht mehr zurück. Es waren die Mitglieder: Peter Müller, Franz Luderich, Peter Menrath, Johann Nelles, Heinrich Hutmacher, Peter Hamacher, Peter Kierdorf und Heinrich Richrath. Durch die Kriegswirren ruhte das gesamte Vereinsleben, bedingt durch Versammlungs- und Schießverbote der französischen Besatzung. Dem unvergessenen Ehrenvorsitzenden Fritz Odendahl war es zu verdanken, dass das Vereinsleben nach dem 1. Weltkrieg wieder voran getrieben wurde. Neues Vereinslokal wurde die Gaststätte Kierdorf, wo gleichzeitig ein Hochstand für Kaliber 6 und 16 errichtet wurde. Ab 1925 wetteiferten die Schützen erneut um die Königswürde. 1928 gab sich der Verein eine Fahne, die leider im 2. Weltkrieg verloren ging. (Die damalige Fahnenweihe ist unter einem separatem Beitrag Fahnenweihe auf unserer Homepage nachzulesen.) Ab 1928 schlossen sich immer mehr Mitglieder dem Verein an. 1935 feierte der Verein sein 25 jähriges Bestehen. Jubiläumskönig wurde Heinrich Albertz. Vereinswirt Wilhelm Kierdorf errichtete 1936 einen 50m Flachstand, der im 2. Weltkrieg zerstört wurde. Unter der nationalsozialistischen Zeit galt unser Vereinsleben als unerwünscht und wir hatten daher 1937 das letzte Mal Gelegenheit ein zünftiges Schützenfest zu feiern. Damaliger Schützenkönig wurde Willi Klütsch, der die Königswürde bis 1952 behalten sollte. Im Zweiten Weltkrieg ruhte das Vereinsleben. 19 Mitglieder fanden in diesem Krieg den Tod. Es waren die Schützenbrüder:   Mathias Acker, Josef und Willi Albertz, Gerhard Engels, Adolf und Johann Gatzen, Peter Gillissen, Fritz und Josef Kappes, Heribert, Willi und Hans Odendahl, Willi Odenthal, Georg, Josef und Paul Richrath, Josef Schiefer, Peter Schmidt und Josef Stelzmann. Anfang der 50er Jahre fand in unserem Verein ein Neuaufbau statt, der besonders durch die jüngere Generation getragen wurde. 1952 wurde während des Schützenfestes eine neue Fahne geweiht. Damaliger Schützenkönig wurde Theodor Longerich II. 1960 feierte man das 50 jährige Vereinsbestehen. Das goldene Jubiläum fand in einem großen feierlichen Rahmen statt. 1962 ernannte man den langjährigen 1. Vorsitzenden Peter Richrath zum Ehrenvorsitzenden. Gerd Zacher wurde neuer Vorsitzender des Vereins. Die Beteiligung beim Ehrenpreisschießen 1963 lag bei ca. 250 Schützen. 1968 wurde Willi Kierdorf 1. Vorsitzender des Vereins. Der Verein gab sich eine Satzung und wurde in das Vereinsregister eingetragen. Durch die Wahl von Willi Kierdorf bekam der Verein einen neuen Zeitgeist. Dieser spiegelte sich besonders in der Tatsache wider, dass man das Schützenfest auf Fronleichnam verlegte und ab 1970 zum ersten Mal alle Veranstaltungen in einem Festzelt durchführte. Einige damalige entscheidende Mitstreiter seien an dieser Stelle einmal genannt: Willi Kierdorf, Erwin Kössinger, Hans Engels, Willi Gassen, Werner und Theo Gatzen. 1974 gab sich der Verein erneut eine neue Satzung. Hauptänderungen waren die Herabsetzung der Vollmitgliedschaft von 21 auf 18 Jahre sowie die Aufnahme von weiblichen Personen in unseren Verein. 1985 feierten wir unser 75 jähriges Vereinsbestehen. Im Vorfeld des Jubiläums gab es im Bereich des Vorstandes sehr viel Unruhe. Die Auseinander-setzungen führten später zu einem Ausschlussverfahren gegen den damaligen 1. Vorsitzenden Willi Kierdorf, vor dem Landgericht Köln. Das Fest selber war ein voller Erfolg, dass in erster Linie durch Tony Marshall und einer bayerischen Musikkapelle und Trachtengruppe gestaltet wurde. Es war eins der glanzvollsten Feste, die in Rheindorf je gefeiert wurden. Damaliger Jubiläums- könig war Jakob Schumacher, der auch gleichzeitig 1. Vorsitzender wurde. 1990 war ein Schützenfest der besonderen Art. Man entschloss sich aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Ergebnisse während der letzten Schützenfestjahre auf ein Festzelt zu verzichten. Mit dem damaligen 1. Vorsitzenden Norbert Weilandt, feierte man das Schützenfest in der Aula der Gesamtschule Rheindorf. Nachdem die Schausteller des Kirmesplatzes über die schlechte Resonanz beklagten, einigte man sich in Zukunft unter gewissen Voraussetzungen wieder ein Festzelt zu stellen. Man rang der Stadt Leverkusen die Eigenständigkeit im Bereich aller Veranstaltungen, die der Schießverein durchführt ab. Man war dadurch in der Lage selbst den Kirmesplatz zu bestücken und die Standgelder festzulegen. Es wurde ein neues Konzept für die nächsten Jahre im Bereich der Festveranstaltungen erarbeitet. Konzertveranstaltungen mit De Höhner, Paveier und De Räuber sowie die Verbesserung unseres Höhenfeuerwerkes waren die Grundlage für gute Schützenfeste in den 90 er Jahren. 1993 wurde Johann Stelzmann neuer 1. Vorsitzender, der leider bereits 1996 kurz vor dem Schützenfest verstarb. Im August 1996 wählte man Wolf-Peter Markus zum 1. Vorsitzenden. Im Jahr 2000 entschied man sich das erste Mal das Königs- und Prinzenschießen auf dem Festplatz durchzuführen. Die schlechte Resonanz der letzten Jahre bei dieser Veranstaltung führte zu dieser Entscheidung. Im Jahr 2000 wurde Jakob Schumacher Ehrenvorsitzender. Die Planungen für die Veranstaltungen 2001 sind bereits abgeschlossen. In Kürze werden wir entsprechende Ergänzungen in der Chronik vornehmen. Über Kritik oder auch Zuspruch würden wir uns freuen. Bitte senden Sie Ihr Email an: kontakt@sv1910.de   Besucherzähler Schießverein 1910 Lev.-Rheindorf e.V. Aktuelles (co): Markus Zaß Webmaster SV 1910 Rheindorf e.V.